Die Metal Hammer Awards 2017 – Teil 1

Am Freitag den 15. September 2017 war es mal  wieder soweit:

Im Berliner Kesselhaus wurden die Metal Hammer Awards  vergeben. Der schwarze Teppich wurde ausgerollt und ein Abend mit würdigen Preisverleihungen und mitreißenden Konzerten konnte beginnen.

Dieses Jahr war euer Metal Circle-Team auch mit einer Presseakkreditierung und Fotopass vertreten und kann euch dieses Jahr qualitativere  Fotos liefern als unser kleiner Fanbericht vom letzten Jahr.

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    Die Gods of Violence mal ganz privat! Kreator zerstörten am 26. Januar das Musik und Frieden in Berlin

    Wie die meisten von euch bestimmt schon mitbekommen haben sollten meldeten sich Kreator schon vor einer ganzen Weile mit einem neuen Brett von einem Album zurück. Doch bevor die Essener mit Gods of Violence ihr neuestes Infernal über uns Unwürdige ergossen haben, beehrten sie die Berliner Szene mit einem kleinen Konzert im Musik und Frieden. Klein ist hier nicht untertrieben. Spielen die Jungs um Charakterkopf Mille Petrozza normalerweise in Hallen mit Kapazitäten von über 1000 Personen, so fasst der Musik und Frieden lediglich 200 Stehplätze. Last but not least erscheint nun auch unser Bericht zu diesem einmaligen Ereignis.

    Das Konzert stellte damit also etwas ganz Besonderes dar, dass es so in der Form im Hause Kreator wohl so schnell nicht geben wird. Eine weitere Besonderheit: Die Karten gab es nicht zu kaufen. Nur

    Mille und Sami

    glückliche Gewinner zahlreicher Gewinnspiele hatten die Möglichkeit bekommen, Mille und Co. ganz nah zu sein. Auch wir waren hautnah dabei. Mit etwas Glück konnten wir dem Spektakel aus der ersten Reihe beiwohnen, weswegen man wahrlich von „hautnah“ sprechen kann (es gibt im Musik und Frieden keine Absperrung zwischen Bühne und Publikum). Kreator zum Anfassen quasi.

    Die glücklichen Fans erschienen zahlreich und obwohl keine Vorband spielte war die Stimmung mehr als ausgelassen, als Kreator endlich die Bühne stürmten. Und was für einen Sturm sie entfacht haben. Man

    sollte meinen, dass sie nach über 30 Jahren Bühnenerfahrung langsam von Gas gehen würden, doch Pustekuchen. Mille und seine Mannen waren mehr als gut aufgelegt und spielten, als wären sie noch Mitte Zwanzig. Mille wusste die Fans mit „Kreuzberg! Totale Zerstörung“ einzuheizen und schnell wurde das kleine Musik und Frieden zu einem einzigen Moshpit.

    Sami Yli-Sirniö

    Das Konzert war die Release Show für ihr neues Album, weswegen in der Setlist auch größtenteils neue Songs enthalten waren, die hier ihre Livepremieren feierten. Davon ließen sich aber selbst die älteren Fans nicht unterkriegen und feierten die Songs genauso, wie die Klassiker. Besonders hervorzuheben ist ‚Satan is Real‘, welches wohl schon sehr schnell zu einem Live-Klassiker avancieren dürfte. Natürlich durften Klassiker, wie ‚Phantom Antichrist‘ oder ‚Hordes of Chaos‘ auch nicht fehlen.

    Nach nur einer Stunde war dann aber auch leider wie

    Näher geht nicht

    der Schluss und Kreator entließen die Fans, leider ohne eine Zugabe und ohne abschließende Worte, in die kalte Kreuzberger Nacht. Doch gefroren hat an diesem Abend bestimmt keiner. Mit einem breiten Grinsen und einem Plektrum von Mille in der Tasche verabschiedeten wir uns aufs erste vom muffigen Musik und Frieden

     

    PS: Wer schon immer mal wissen wollte, wie Milles Haare riechen: fruchtig mild 😉

     

    Setlist:

    Hordes of Chaos

    Satan is Real

    Gods of Violence

    People of the Lie

    Total Death

    Phantom Antichrist

    Fallen Brother

    Enemy of God

    From Flood into Fire

    World War Now

    Hail tot he Hordes

      Chester Bennington – Ein Nachruf

      Wie viele anderen habe auch ich am 20.Juli mit Bestürzung die Meldung entgegengenommen:

      Chester Bennington, bekannter Lead-Sänger der Band Linkin Park wurde im Alter von 41 Jahren am 20. Juli 2017 tot bei sich zu Hause in Palos Verdes Estates in Kalifornien aufgefunden. Dieser Artikel soll sich hier nicht mit den intimen Einzelheiten beschäftigen wie die Umstände waren oder was dazu geführt hat, sondern sollen einfach eine kurze Ehrung seiner musikalischen Hinterlassenschaft und der persönlichen Bedeutung für mich sein.

      Anfänge

      Chester Bennington wurde am 20. März 1976 in Phoenix Arizona geboren. Schon früh entdeckte er seine kreative Seite und nutzte die Musik als Ventil, um schlechte Erlebnisse zu verarbeiten und sich auszudrücken.

      Er war nicht nur Sänger, sondern spielte ebenso Gitarre und Klavier. Wobei er für seine herausstechenden Vocals besonders bekannt war. Er wird als „Screaming Tenor“ beschrieben und hatte eine Range von G2 bis rauf zu G5. Besonders seine Wechsel vom melodisch-melancholischen bis in heftige emotionale Screams machten seine Gesangsparts sehr charakteristisch. Seine Vorbilder waren Bands wie Depeche Mode oder die Stone Temple Pilots.

      Seine Gesangskarriere begann 1993 im Alter von 17 Jahren mit seinem Kumpel Sean Dowdell in dessen Band „Sean  Dowdell and his friends“, die sich noch im selben Jahr in „Grey Daze“ umbenannte. Der Erfolg der beiden Alben war bis auf einen gemeinsamen Song mit B12 in 1997 eher bescheiden und 1998 folgte nach 5 Jahren die Auflösung. In diesem Jahr wechselte Bennington zu Xero die sich daraufhin in Hybrid Theory umbenannten. Die erste in Eigenregie veröffentlichte EP in 1999 hatte leider nicht den gewünschten Erfolg.

      Linkin Park

      2000 wurde mit Warner Music Group ein Verleger gefunden und am 24. Oktober 2000 wurde das erste Album „Hybrid Theory“ der Band nun unter dem Namen „Linkin Park“ veröffentlicht. Es schlug unglaublich ein und wurde 24 Millionen mal verkauft.

      2003 folgte Meteora, 2007 Minutes to Midnight, 2010 A Thousand Suns, 2012 Living Things, 2014 The Hunting Party und 2017 One More Light, sowie diverse Veröffentlichungen von Live Alben.

      Der besondere Sound der Band machte neben dem neuen Mix aus Rap und Metal (Auch Crossover oder Nu Metal genannt). Vor allem der Wechsel zwischen dem Gesang von Chester und den gerappten Parts von Mike Shinoda aus.

      Soloprojekt

      2009 versuchte er einen Start mit seinem Soloprojekt „Dead by Sunrise“ und dem Album Out of Ashes. Der dunklere und nicht von Rap unterbrochene Sound ist jedem Rock und Chester Bennington-Fan sehr zu empfehlen.

      Stone Temple Pilots

      2013 wurde einer von Chesters Jugendträumen wahr und er ersetzte von 2013 bis 2015 Scott Weiland als Sänger der Stone Temple Pilots und nahm mit ihnen das Album High Rise auf.

      Die letzte Tour von Linkin Park zu One More Light konnte aufgrund des Todes von Chester leider nicht mehr stattfinden.

      Persönliches

      Die Musik der Band mag sich mit der Zeit immer weiter vom Metal entfernt haben, aber Chester Intensität, mit welcher er die Musik lebte hat sich gehalten, wie man noch in jüngeren Live Auftritten sehen kann. Er hatte eine unglaubliche Stimme und vor allem eine besondere emotionale Art zu singen, die mitgenommen hat und besonders meine Generation und insbesondere meine Jugend sehr geprägt hat.

      Die innere Zerrissenheit, die man spüren und nachempfinden konnte über innere und äußere Kämpfe, hat einen mitgenommen. Melodische Parts spiegelten die innere Verletzlichkeit und Screams den Kampf, das Verletzt-sein und das Weitermachen.

      One Step Closer, Crawling, In The End, A Place for my Head, Don’t Stay, Somewhere I Belong, Easier to run, Faint, Breaking the Habit, Numb, Given Up, Shadow of the Day…alles Songs die mich und viele andere prägten.

       

      Ein großes Danke von mir, dass es diesen Mann gab und an ihn für was er mir weitergab, ohne dass wir uns je persönlich kannten!

      Quellen:

      Wikipedia Quellen wurden verwendet aber immer gewissenhaft gegengeprüft.

       

      Bild von: http://wallpapercave.com/w/wp1933148

      http://www.imdb.com/name/nm1057933/bio

      http://therangeplace.boards.net/thread/513/chester-bennington

      https://de.wikipedia.org/wiki/Chester_Bennington

      https://de.wikipedia.org/wiki/Grey_Daze

      https://de.wikipedia.org/wiki/Linkin_Park

      https://de.wikipedia.org/wiki/Dead_by_Sunrise

        Heavy Metal Podcasts

        Wer auch oft und über eine längere Zeit im Auto oder in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist und gerne die Zeit mit Hintergrundinformationen aus dem Bereich Heavy Metal überbrücken möchte, für den bietet sich das Format Podcast an.

        Auch wir nutzen dieses Format häufig und daher wollen wir euch unsere Top 10 „Metal Podcasts“ (welche alle leider in englischer Sprache sind) in alphabetischer Reihenfolge vorstellen:

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          Wir ham‘ noch lange nicht genug – Böhse Onkelz in Berlin 16.12.2016

          Endlich war es soweit:

          Die Onkelz sind wieder auf Tour!

          Mit einem neuen Album und durch den Reskartenverkauf konnte ich auch endlich einmal dabei sein.

          Das neue Album Memento , welches Ende Oktober kurz vor Tourstart erschien, gefiel mir auch bereits sehr gut. Harter Sound, ausgefeilte Texte und Kevin nutzte seine Stimme mehr melodischer als brachial ohne dass es der charakteristischen Dreckigkeit einen Abbruch tat.

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            Metal Hammer Awards 2016

            Die Oscarverleihung des Metal

            Am Freitag den 16. September 2016 war es mal  wieder soweit:

            Im Berliner Kesselhaus wurden die Metal Hammer Awards 2016 vergeben. Der schwarze Teppich wurde ausgerollt und ein Abend mit Stars und Sternchen der dunklen Szene, mitreißenden Konzerten und sogar einem Album Release konnte beginnen.

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