Die Gods of Violence mal ganz privat! Kreator zerstörten am 26. Januar das Musik und Frieden in Berlin

Wie die meisten von euch bestimmt schon mitbekommen haben sollten meldeten sich Kreator schon vor einer ganzen Weile mit einem neuen Brett von einem Album zurück. Doch bevor die Essener mit Gods of Violence ihr neuestes Infernal über uns Unwürdige ergossen haben, beehrten sie die Berliner Szene mit einem kleinen Konzert im Musik und Frieden. Klein ist hier nicht untertrieben. Spielen die Jungs um Charakterkopf Mille Petrozza normalerweise in Hallen mit Kapazitäten von über 1000 Personen, so fasst der Musik und Frieden lediglich 200 Stehplätze. Last but not least erscheint nun auch unser Bericht zu diesem einmaligen Ereignis.

Das Konzert stellte damit also etwas ganz Besonderes dar, dass es so in der Form im Hause Kreator wohl so schnell nicht geben wird. Eine weitere Besonderheit: Die Karten gab es nicht zu kaufen. Nur

Mille und Sami

glückliche Gewinner zahlreicher Gewinnspiele hatten die Möglichkeit bekommen, Mille und Co. ganz nah zu sein. Auch wir waren hautnah dabei. Mit etwas Glück konnten wir dem Spektakel aus der ersten Reihe beiwohnen, weswegen man wahrlich von „hautnah“ sprechen kann (es gibt im Musik und Frieden keine Absperrung zwischen Bühne und Publikum). Kreator zum Anfassen quasi.

Die glücklichen Fans erschienen zahlreich und obwohl keine Vorband spielte war die Stimmung mehr als ausgelassen, als Kreator endlich die Bühne stürmten. Und was für einen Sturm sie entfacht haben. Man

sollte meinen, dass sie nach über 30 Jahren Bühnenerfahrung langsam von Gas gehen würden, doch Pustekuchen. Mille und seine Mannen waren mehr als gut aufgelegt und spielten, als wären sie noch Mitte Zwanzig. Mille wusste die Fans mit „Kreuzberg! Totale Zerstörung“ einzuheizen und schnell wurde das kleine Musik und Frieden zu einem einzigen Moshpit.

Sami Yli-Sirniö

Das Konzert war die Release Show für ihr neues Album, weswegen in der Setlist auch größtenteils neue Songs enthalten waren, die hier ihre Livepremieren feierten. Davon ließen sich aber selbst die älteren Fans nicht unterkriegen und feierten die Songs genauso, wie die Klassiker. Besonders hervorzuheben ist ‚Satan is Real‘, welches wohl schon sehr schnell zu einem Live-Klassiker avancieren dürfte. Natürlich durften Klassiker, wie ‚Phantom Antichrist‘ oder ‚Hordes of Chaos‘ auch nicht fehlen.

Nach nur einer Stunde war dann aber auch leider wie

Näher geht nicht

der Schluss und Kreator entließen die Fans, leider ohne eine Zugabe und ohne abschließende Worte, in die kalte Kreuzberger Nacht. Doch gefroren hat an diesem Abend bestimmt keiner. Mit einem breiten Grinsen und einem Plektrum von Mille in der Tasche verabschiedeten wir uns aufs erste vom muffigen Musik und Frieden

 

PS: Wer schon immer mal wissen wollte, wie Milles Haare riechen: fruchtig mild 😉

 

Setlist:

Hordes of Chaos

Satan is Real

Gods of Violence

People of the Lie

Total Death

Phantom Antichrist

Fallen Brother

Enemy of God

From Flood into Fire

World War Now

Hail tot he Hordes