Steel Panther – 01.04.2015 Zürich, Komplex 457

Steel Panther hatten mich bis zum W:O:A 2014 wenig interessiert und waren bei mir als „Hair-Metal-Spandex-Zeugs “ abgespeichert… einzig das Albumcover zu „Balls out“ von 2011 hatte einen gewissen Reiz ausgeübt, der mich aber auch nicht dazu gebracht hatte mir die Band mal anzuhören.

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Cover des Steel Panther Albums ‚Balls Out‘

2014 waren sie dann halt auf dem Lineup des Wacken Open Airs und wie das so ist… man hat grad Zeit und ein Bier zur Hand, also hört man sich das halt mal an, so schlimm kann’s ja nicht sein…. so wurde ich dann zu einem grossen Fan der Truppe, denn ich hatte alles andere erwartet als ein Höchstmass Selbstironie mit gleichtzeitigem Höchstmass an Talent, Allen voran „Axtschwinger“ Satchel. Seine legendären „Lehrvideos“ muss man sich auch als Nicht-Gitarrist mal angesehen haben, u.a. bei GuitarWorld.

Also Tourplan zur „All you can eat Tour“ gecheckt, gesehen dass sie in Zürich spielen, gefreut, Karten gekauft.

Am 01. April .2015 war es dann endlich soweit und es wurde zum Komplex 457 gepilgert.

Vorband waren die drei Mädels von „The Lounge Kittens“ welche Metal-Klassiker im Acapella Gewand neu interpretieren… Interessant (endlich habe ich mal den live gesungenen Text von Toxcity verstanden) und unterhaltsam… und Zeit zum Bier holen.

Dann kamen die Helden der Hairstyling-Industrie und der Sound und die Show waren von Anfang an grossartig. Die Herren Michael Starr, Stix Zadina, Lexxi Foxxx und Satchel konnten wieder mit druckvollem Klang, Comedy und spielerischer Glanzleistung überzeugen. Es gibt Bands, die hören sich auf CD gut an sind aber Live nicht so dolle und es gibt Bands die hören sich live wie auf der CD an, was wiederum steril oder langweilig sein kann. Steel Panther schaffen es perfekt zu klingen aber nicht CD-steril, ein Traum. Ständig hat man das Gefühl dass Michael vom Playback singt, ständig wird man davon überzeugt dass das eigentlich nicht sein kann. Satchel spielt Gitarre wie von der Kette, Stix zeigt dass er Schlagzeug und Klavier spielen kann und Lexxi… hat die Haare schön. Gespielt wird mit allen Klischees aus dem 80’er Hair und Glam Metal Umfeld. Titten, Koks und Nutten sind ein ständiges Thema, wobei man sich mit dem Zeigen des Ersteren sehr zurückgehalten hat, wahrscheinlich war das Wetter zu schlecht oder Zürich zu prüde, man weiss es nicht. Eine Dame hat sogar die persönliche Aufforderung ihre Oberweite zu zeigen verweigert, was ihm angeblich so noch nie vorgekommen ist.

Komplettiert wurde der Auftritt von einem Gastspiel des zufällig in der Menge erkannten Tommy Henriksen. Zusammen wurde „Ain’t talkin‘ ‚bout Love“ zum Besten gegeben und die Halle ist artig eskaliert.

Nach gefühlt viel zu kurzer Zeit war’s auch schon wieder vorbei. Schee war’s und jederzeit wieder.

Hier noch die Playlist:

  • Running With The Devil – (Intro)
  • Pussywhipped
  • Party Like Tomorrow Is The End Of The World
  • Fat Girl
  • Tomorrow Night
  • The Shocker
  • 17 Girls In A Row
  • Glory Hole
  • If I Was The King
  • Ten Strikes You’re Out
  • Kanye/Weenie Ride/Stripper Girl/Why Can’t You Trust Me
  • Girl From Oklahoma (Acoustic feat. Lounge Kittens)
  • Asian Hooker
  • Eyes Of The Panther
  • Ain’t Talking ‚bout Love (feat. Tommy Henriksen)
  • Death To All But Metal
  • Community Property
  • Party All Day (Fuck All Night)

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